Derzeit kaum Auswege: Austria und Ilzer im Teufelskreis

Spätestens nach der 1:3-Heimniederlage im Derby gegen Rapid Wien ist bei der Austria Feuer am Dach. Die Violetten finden unter Neo-Cheftrainer Christian Ilzer einfach nicht in die Spur. Kurzfristig ist ein Ausbrechen aus dem Teufelskreis unwahrscheinlich.

Die leichte Euphorie, die nach der Bestellung von Christian Ilzer zum violetten Cheftrainer aufgekommen war, ist längst verflogen. Nach sechs Spieltagen steht die Austria mit nur fünf Punkten auf einem enttäuschenden achten Rang. Der Vorsprung auf Platz elf beträgt dabei nur einen Punkt, auf den ominösen Strich, welcher zur Teilnahme am oberen Play-off berechtigt, fehlen bereits fünf Punkte. Ins Bild passt auch die eklatante Schwäche der Young Violets in Liga zwei. Die Suchard-Elf wartet nach sechs Runden weiterhin auf den ersten Punkt.

Austrias neuer Sportvorstand Peter Stöger macht Ilzer jedenfalls die Mauer, lässt eine Trainerdiskussion erst gar nicht aufkommen. Ein Trainerwechsel würde aus gleich mehrerlei Gründen überhaupt keinen Sinn ergeben. Die Verantwortlichen der Violetten werden einsehen, dass der Kader aktuell nicht viel hergibt. Austria spielt derzeit quasi mit einer halben Ex-Admira-Mannschaft, hinzu kommen unter anderem Legionäre, die bislang überhaupt nicht überzeugen konnten. Nur wenige der derzeitigen Spieler scheinen das Profil für wirklich höhere Aufgaben zu haben.

Eine Ablöser Ilzers würde auch wirtschaftlich keinen Sinn machen. Mit Thomas Letsch und Robert Ibertsberger stehen bereits zwei Ex-Trainer auf der violetten Payroll.

Ohne dass Stöger es will, könnte seine eigene Person in dieser Causa noch problematisch werden. Ilzer hat mit der violetten Vereinsikone einen Weltklasse-Trainer als Sportdirektor im Rücken. Gerade in Krisenzeiten kann eine solche Konstellation für einen Trainer wie ein Damoklesschwert wirken. Bei Vereinen wie etwa Salzburg oder dem LASK würde im Krisenfall wohl niemand davon ausgehen, Christoph Freund oder Jürgen Werner würden das Coaching übernehmen. Peter Stöger hingegen hat vor nicht allzu langer Zeit noch Borussia Dortmund trainiert.

Foto: FK Austria Wien

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