Potzmann leitete Rapid-Negativrekord ein, Ultras konnten sich nur selbst feiern

In Graz so richtig aufgeblüht, spielte Marvin Potzmann bei Rapid-Trainer Kühbauer zuletzt keine Rolle mehr. Ausgerechnet vor dem Duell der Hütteldorfer mit dem LASK wechselte der universell einsetzbare Defensivmann nach Linz. Um im Allianz-Stadion sein Können eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.

Obwohl Potzmann aufgrund seiner aussichtslosen sportlichen Lage bei den Wienern geradezu zu einem Wechsel genötigt war, schlug dem 25-Jährigen bei der frühen Rückkehr ins Allianz-Stadion eine Welle des Hasses entgegen. Auch LASK-Präsident Gruber war ein großes Thema für die Ultras, die sich zum 20. Geburtstag einer Fangruppe selbst feierten, dabei unter anderem einmal das Stadion unter Nebel setzten. Für jemanden, der laut Spruchband nur “irgendwer” sei, schenkten die Rapid-Fans dem LASK-Macher viel Beachtung.

Der LASK konzentrierte sich rein aufs Sportliche und fuhr damit gut. Es dauerte nicht lange, da hatten die Linzer bereits die Oberhand über das Spiel gewonnen und waren durch einen frühen Raguz-Treffer in Führung gegangen. Dieses Tor wurde bezeichnenderweise vom in Hütteldorf zuletzt nicht zum Zug gekommenen Marvin Potzmann eingeleitet.

Negativlauf prolongiert

Rapid kämpfte in diesem Spiel auch mit vielen verletzungsbedingten Rückschlägen. So musste Schick früh raus, Strebinger folgte ihm mit Schwindelgefühlen nur wenig später. Eine Viertelstunde vor Schluss musste auch noch der selbst nicht immer zimperlich agierende Hofmann verletzt raus. Rapid, zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt, musste damit beim Stand von 1:1 zu zehnt weiterspielen. Die Linzer schnürten die Grün-Weißen ein, kamen in der Nachspielzeit durch den überragenden Raguz noch zum verdienten Siegestreffer.

Die Grün-Weißen verloren damit zum ersten Mal überhaupt drei Bundesligaspiele in Folge gegen den LASK, der für die Wiener trotz Rotation – Valérien Ismael hatte die Startformation erneut an vier Stellen verändert – und Doppelbelastung erneut nicht zu schlagen war. Rapid muss ob der Verletzungsmisere (bei Hofmann bestand nach dem Spiel Verdacht auf Kreuzbandriss) sowie des Müldür-Abgangs wohl dringend über Verstärkungen nachdenken. Während man beim LASK froh sein wird, Marvin Potzmann zu haben.

Foto: GEPA/Wien Energie

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