Salzburg muss in “Prestige-Gruppe” den Grundstein schon sehr früh legen

Mit dem FC Liverpool, SSC Neapel und KRC Genk warten auf Österreichs Serienmeister große Herausforderungen. Jedes dieser drei Duelle birgt eine gewisse Brisanz.

Niemand hat den Pressingfußball bislang stärker geprägt als Jürgen Klopp. Die beiden Meistertitel des Deutschen mit dem BVB in den Jahren 2011 und 2012 leiteten die erfolgreiche Ära eines überaus attraktiven Spielstils ein. In der Vorsaison konnte der gebürtige Schwabe jene Spielidee, der auch die Salzburger anhängen, mit dem Champions-League-Titel krönen.

Das Duell mit dem Titelverteidiger bedeutet für die Salzburger auch ein Wiedersehen mit Naby Keita und Sadio Mané. Spieler, die in der Mozartstadt ihre Weltkarriere starteten, sich im Fall von Mané jedoch mit einem negativen Beigeschmack verabschiedeten. Allzu groß wird der Groll auf den verlorenen Sohn aus Salzburger Sicht jedoch nicht mehr sein.

Mit viel Elan wird man auch in die Duelle mit Italiens Vizemeister SSC Neapel gehen. Die Elf von Startrainer Carlo Ancelotti setzte sich in der vergangenen Europa-League-Saison bekanntlich nur hauchdünn gegen die Salzburger durch. Nach einer 0:3-Niederlage im Hinspiel scheiterten die Mozartstädter mit einem 3:1-Heimsieg nur knapp am Einzug in die nächste Runde. “Man hat gesehen, wie wir gegen sie gespielt haben. Ich denke, dass wir diesmal auch auswärts eine gute Performance abrufen können!”, sagt Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer. Möglicher Vorteil für die Marsch-Elf: Für das Heimspiel gegen Salzburg muss Napoli höchstwahrscheinlich ins weit enfernte Bologna ausweichen.

Schlüsselspiele zu Beginn

Die große Unbekannte in der Gruppe ist Belgiens Meister KRC Genk. Der Verein aus Limburg wurde in der Vorsaison sensationell Meister, musste danach aber einige Topspieler sowie Erfolgstrainer Philippe Clement ziehen lassen. Letzterer setzte sich am Mittwoch mit dem FC Brügge gegen den LASK durch. Österreichs Meister könnte sich in diesem Duell revanchieren und so gemeinsam mit LASK und WAC den Anschluss an die Belgier in der Fünfjahreswertung herstellen.

Generell wurde die Auslosung im Lager der “Bullen” positiv aufgenommen. Jesse Marsch sprach von einer “geilen Gruppe”, Ulmer verortete bei sämtlichen Mitgliedern der Mannschaft ein “Grinsen im Gesicht”. Die Salzburger starten mit einem Heimspiel gegen Genk, ehe es auswärts zum FC Liverpool geht. Anschließend gastiert Napoli in der Mozartstadt. Der Grundstein für ein Überwintern im Europacup muss also ganz klar in der Hinrunde gelegt werden.

Foto: GEPA/Red Bull Salzburg

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