WAC: Gestärkt gegen die Übermacht

Beim Gruppenphasen-Debüt in der Europa League wartet auf den WAC niemand Geringerer als der einstige UEFA-Cup-Sieger Borussia Mönchengladbach. Für die Deutschen ist es das erste Duell mit einem österreichischen Klub seit den 70er-Jahren.

In der glorreichen Zeit der “Fohlen” wurde im Jahr 1975 unter anderem nach einem klaren 3:0-Sieg über Wacker Innsbruck der UEFA-Cup in die Höhe gestreckt. Umgekehrt haben auch die Kärntner bereits Erfahrungen mit Teams aus dem nördlichen Nachbarland. Gegen Borussia Dortmund setzte es in der Saison 2015/16 eine 0:1-Heimniederlage sowie eine 0:5-Auswärtsabfuhr.

Auf eine derart deutliche Niederlage deutet im Wolfsberg der Gegenwart wenig hin. Neo-Coach Gerhard Struber setzte nahtlos die Erfolge der vergangenen Saison fort. Nach sieben Runden stehen die Lavanttaler mit einem Punkteschnitt von 2,14 wieder auf Platz drei der Bundesliga-Tabelle. Die Ergebnisse (3:0 gegen Austria, 1:0 beim LASK, 5:2 gegen Altach und 5:0 gegen Mattersburg) zeugen von einer absolut im Hoch befindlichen Mannschaft.

Für die Champions-League-erprobten Gladbacher ist die Europa League im Gegensatz zu den Wolfsbergern kein Ruhmesblatt. In der abgelaufenen Saison der deutschen Bundesliga reichte es für die “Fohlen” lediglich zu Platz fünf. Unter dem neuen Trainer Marco Rose liegt die Borussia mit sieben Punkten aus vier Spielen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz. Gladbachs Neo-Coach kennt aus seiner Zeit in Salzburg nicht nur den WAC in- und auswendig. Gemeinsam mit dem nunmehrigen Wolfsberger Übungsleiter Gerhard Struber betreute der 43-Jährige einst das legendäre Youth-League-Team der “Bullen”. Nicht zuletzt deshalb ist die Möglichkeit, dass die Deutschen den Gegner aus dem oft belächelten Fußball-Österreich unterschätzen könnten, als eher gering einzustufen. Rose wird seine Elf optimal auf den Gegner einstellen. Aufgrund der jüngeren Form der Kärntner wird dies aus Sicht der Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen auch nötig sein.

Foto: Werner100359

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